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02.09.2021

14. Maschsee Triathlon Hannover - Interview mit dem sportlichen Leiter Jan Raphael

Mit einer emotionalen „Familienstaffel“ beendete Jan Raphael (41) beim
Maschsee Triathlon 2018 seine aktive Karriere. Nun kehrt der zweifache Ironman-Vizeeuropameister und mehrfache Deutsche Meister als Sportlicher Leiter zur 14. Auflage des Events in der Landeshauptstadt zurück. Ein Restart nach langer Corona-Pause mit vielen Hindernissen, Unabwägbarkeiten, aber auch einer optimistischen Aufbruchstimmung:  

Wie so vieles andere, lag auch die Triathlon-Szene lange Zeit brach. Nun endlich der Restart beim 14. Maschsee Triathlon; und dann kommen die Blaualgen. Was ist größer; der Frust über den erzwungenen Verzicht auf das Schwimmen, oder die Freude, endlich mal wieder ein „echtes“ Event zu haben?

J. R.: Die Freude, dass wir endlich wieder etwas machen können überwiegt deutlich. Natürlich ist da ein kleiner Wehrmutstropfen, aber wir können es nun mal nicht ändern und machen das Beste daraus. Wir werden es am Samstag jedem Teilnehmenden so schön wie möglich machen.

Kein Nachwuchs-Triathlon, keine Staffel-Wettbewerbe – beim Konzept mussten in diesem Jahr Zugeständnisse gemacht werden, um überhaupt wieder veranstalten zu können. Dennoch scheint die Vorfreude ungebrochen; der Maschsee Triathlon wird am Ende ausgebucht sein. Durchaus keine Selbstverständlichkeit in diesen Zeiten, oder?

J. R.: Das ist keine Selbstverständlichkeit, aber ein Zeichen dafür, dass viele darauf gewartet haben, dass es endlich wieder richtig losgeht. Aber vor allem ist es auch ein Zeichen dafür, wie beliebt der Maschsee Triathlon ist, denn wir bieten alles was diese schöne Sportart ausmacht. Hier wird Spitzensport mit Breitensport vereint und das inmitten unserer Landeshauptstadt. Nicht auszumalen wie cool es wird, wenn jetzt auch noch das Wetter mitspielt. Aber ganz egal was kommt, wir geben an der Strecke genauso 100% wie die Sportlerinnen und Sportler auf der Strecke.
 

Volkstriathlon, Olympische Distanz und die Finals der 2. Bundesliga – was erwartet uns sportlich am Sonnabend? Worauf können sich die Zuschauer besonders freuen?

J. R.: Vor allem auf viel Freude auf der Strecke über Siege ganz vorne im Feld, aber genauso das Erreichen von ganz persönliche Zielen. Es ist immer wieder Gänsehaut pur zu sehen, welche Freude da manchmal auf der Ziellinie aufkommt.
 

Was verändert sich durch den Verzicht auf das Schwimmen und die zwei Laufeinheiten?

J. R.: Es ändert sich nicht viel. Natürlich werden dadurch die guten SchwimmerInnen benachteiligt, aber so ist der Sport manchmal. Letztlich geht es vor allem darum Spaß zu haben - in der aktuellen Zeit mehr denn je – da sollten wir alle, derartige Änderungen, die wir ohnehin nicht beeinflussen können, einfach hinnehmen.

Wo steht der Maschsee Triathlon im nationalen Vergleich; wie sehen die Perspektiven für die nächsten Jahre aus?

J. R.: Der Maschsee Triathlon ist äußerst beliebt in der Szene, aber wir haben natürlich immer das Problem, dass wir mit großen Rennen korrelieren und somit national und international starke Konkurrenz haben. Die Bundesliga ist beispielsweise immer sehr interessant und der Triathlonsport wird sich weiterentwickeln. Neue Formate entstehen und wir werden es nicht verpassen, auch dabei zu sein den Sport noch spannender zu machen. Die Infrastruktur am Maschsee ist nahezu optimal, ganz egal für welches Format, wir werden die Köpfe zusammenstecken, um für größtmögliche Attraktivität zu sorgen.